Wald, Wasser und weitgezogene Berghöhen sind die besonderen landschaftlichen Merkmale des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn-Eifel.
Durch seine charakteristischen naturkundlichen Elemente gliedert sich der grenzüberschreitende Naturpark in 6 Landschaften:
Im Nordwesten erstreckt sich das durch Milchviehwirtschaft und Wälder geprägte Vennvorland. Die nur sanften Erhebungen laden zum Radfahren ein und ein dichtes Netz aus Weißdornhecken bereichert das Landschaftsbild.
Das benachbarte Hohe Venn ist ein für Europa einzigartiges Hochmoorgebiet mit mehr als 4.100 ha Naturschutzgebiet, darunter noch 100 ha intakter Hochmoorflächen. Das beliebte Wandergebiet wurde aufgrund seiner Empfindlichkeit gegen Betretungsschäden Anfang der neunziger Jahre durch Besucherlenkungsmaßnahmen verstärkt geschützt.
Die überdurchschnittlich hohen Niederschläge, die auf das Hohe Venn niedergehen, ermöglichen die Nutzung dieses Wassers: Mit insgesamt 15 Talsperren, die über einen Stauinhalt von insgesamt 350 Millionen Kubikmeter verfügen, ist der Naturpark ein überdimensionaler Wasserspeicher.
Im Osten des Hohen Venns schließt sich die Rureifel mit großen Wäldern und dem tief eingeschnittenen Rurtal an. Eine Besonderheit ist hier das Monschauer Heckenland mit seinen bis 6m hohen Buchenschutzhecken. Vor allem im Sommer ist der gestaute Rursee mit seinen Wassersportmöglichkeiten ein Besuchermagnet.
Für die Hocheifel im Süden sind hohe, bewaldete Bergrücken charakteristisch, die von den idyllischen Bachtälern der Prüm und der Kyll durchschnitten werden. Viele Dorfbilder werden von historischen Ortskernen und idyllischen Burgen geprägt. Die Höhenlagen ermöglichen häufig Wintersport.

Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn-Eifel


Die Our, ein schmaler Gebirgsbach, überquert im Ourtal mehrfach die deutsch-belgische Grenze. Alte Wassermühlen entlang der Our zeugen von frühen Wirtschaftsaktivitäten. Die Burganlage "Burg Reuland" sowie das Europadenkmal in Ouren am Dreiländerpunkt Deutschland-Belgien-Luxemburg sind bedeutende Bauwerke.
Seltene Waldvogelarten brüten hier. Die Stauseen von Robertville und Bütgenbach sind touristisch erschlossen, die Höhenlagen ermöglichen häufig Wintersport. Viele Dorfbilder werden von historischen Ortskernen und idyllischen Burgen geprägt.
Die Kalkeifel am Ostrand des Naturparks ist wärmer, trockener und stärker durch Ackerbau geprägt als die benachbarten Gebiete. Mit ihrer besonderen Flora und ihrem Fossilienreichtum bietet die Kalkeifel Naturerlebnisse von besonderer Seltenheit.
Mit einem Veranstaltungsangebot von über 400 Terminen zu Naturkunde, Erdgeschichte, Bergbaugeschichte sowie Wald-, Land- und Wasserwirtschaft, mehreren Besucherzentren, zwei Besucherbergwerken und zahlreichen Lehrpfaden bietet der Deutsch-Belgische Naturpark Hohes Venn-Eifel seinen Besuchern eine reichhaltige Auswahl von Möglichkeiten, sich die Landschaften auf erholsame Weise zu erschließen.
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