Das Höhenfestpunktfeld wird durch millimetergenau bestimmte Höhenfestpunkte (Nivellementpunkte) gebildet. In Ortslagen und entlang befestigter Verkehrswege sind die Höhenfestpunkte in Abständen von ca. einem Kilometer an Bauwerken oder als Pfeiler vermarkt.
Die Höhenbestimmung erfolgt hochgenau durch Präzisionsnivellement (Verfahren des geometrischen Nivellements), bei geringeren Genauigkeitsansprüchen auch durch trigonometrische Höhenübertragung oder durch Satellitenvermessung (SAPOS®). Die Höhenangaben beziehen sich auf das mittlere Tidehochwasser des Pegels von Amsterdam, welches den Meeresspiegel repräsentiert.
Seit dem Jahr 2002 werden die Höhen unter Einbeziehung von Schweremessungen als Normalhöhen (Höhen über Normalhöhennull bzw. Höhen über NHN) geführt. NHN-Höhen haben die früheren amtlichen NN-Höhen (Höhen über Normalnull) ersetzt.
Die Kenntnis der Höhen ist für die dreidimensionale Darstellung der Erdoberflächenstrukturen in Karten sowie für eine Vielzahl ingenieurtechnischer Arbeiten wie z. B. den Bau von Straßen, Schienenwegen, Brücken und Leitungsnetzen, aber auch für die Belange des Hochwasserschutzes unentbehrlich.

